Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

27 Tonnen CO₂ in sechs Wochen eingespart: Das Fazit zum ersten Klimathon

Der erste Klimathon in der LEADER-Region Hufeisen ist abgeschlossen. Sechs Wochen lang konnten Bürgerinnen und Bürger mit der App „2zero Klimathon“ durch kleine Challenges ihren Alltag nachhaltiger gestalten. Im Interview zieht Annika Schürmann, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Hasbergen, Bilanz.

Frau Schürmann, der erste Klimathon in der Hufeisen-Region ist beendet. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Ich denke, wir können ein positives Fazit ziehen. Der Klimathon war eine gute Möglichkeit, interessierten Bürgerinnen und Bürgern einfache und alltagstaugliche Tipps für den Klimaschutz an die Hand zu geben. Die Inhalte waren verständlich aufbereitet und haben gezeigt, dass jede und jeder mit kleinen Veränderungen einen Beitrag leisten kann. Dadurch wird Klimaschutz greifbarer und weniger abstrakt.

Was ist bei den Teilnehmenden besonders gut angekommen?

Einige Teilnehmende berichteten, dass sie neue Ideen kennengelernt oder Zusammenhänge besser verstanden haben. So wurde beispielsweise deutlich, dass schon alltägliche Dinge wie eine konsequente Mülltrennung einen größeren Beitrag als gedacht zum Klimaschutz leisten. Gleichzeitig gab die App auch Anregungen für größere Maßnahmen, etwa zur Nutzung eines Balkonkraftwerks. Manchmal sind es gerade diese konkreten Beispiele, die Klimaschutz greifbar machen. Insgesamt wurden die Inhalte aber als interessant, lehrreich und gut im Alltag umsetzbar wahrgenommen.

Wie muss man sich den Klimathon eigentlich vorstellen? Was haben die Teilnehmenden in den sechs Wochen erlebt?

Jede Woche stand unter einem bestimmten Thema, etwa Mobilität, Wohnen oder Konsum. Täglich gab es kurze Informationen, weiterführende Beiträge, Quizfragen und eine Challenge, die sich leicht in den Alltag integrieren ließ. Das konnte zum Beispiel sein, beim Spaziergang Müll zu sammeln oder bewusst nachhaltigere Entscheidungen beim Einkaufen zu treffen. Wer sich intensiver mit einem Thema beschäftigen wollte, konnte zusätzlich vertiefende Artikel lesen.

Gab es Ergebnisse, die Sie selbst beeindruckt haben?

Ja, die gab es. Während des Klimathons wurden rund 2.300 Challenges abgeschlossen. Das entspricht einer Einsparung von etwa 27 Tonnen CO₂. Dadurch konnte in nur sechs Wochen der Jahresverbrauch von drei Durchschnittsdeutschen eingespart werden. Dieses Ergebnis ist beachtlich und zeigt, dass auch viele kleine Maßnahmen in der Summe einen spürbaren Unterschied machen können.

War der spielerische Ansatz aus Ihrer Sicht der richtige Weg, um Menschen für Klimaschutz zu begeistern?

Ja, auf jeden Fall. Gerade die Challenges und das Sammeln von Klimapunkten schaffen zusätzliche Motivation. Klimaschutz wirkt oft sehr komplex und manchmal auch überwältigend. Durch die kleinen Challenges wurde aber deutlich, dass jede und jeder im Alltag etwas beitragen kann. Genau dieser spielerische Ansatz macht das Thema verständlicher und motiviert dazu, neue Gewohnheiten auszuprobieren. Wir haben uns über jede Person gefreut, die an dem Klimathon teilgenommen hat.

Der Klimathon wurde gemeinsam von den sechs Kommunen der LEADER-Region umgesetzt. Welche Vorteile hatte diese Zusammenarbeit?

Wir freuen uns sehr, dass wir als sechs Kommunen gemeinsam ein solches Projekt realisieren konnten. Durch die Zusammenarbeit konnten wir Aufgaben aufteilen und den Klimathon in allen Kommunen gleichzeitig bewerben. Gemeinsam erreicht ein solches Projekt deutlich mehr Aufmerksamkeit als jede Kommune für sich allein.

Welche Rolle spielte dabei die LEADER-Förderung?

Die LEADER-Förderung war für die Umsetzung des Projekts entscheidend. Gerade angesichts der finanziellen Situation vieler Kommunen sind solche Fördermöglichkeiten wichtig, um innovative Klimaschutzprojekte überhaupt realisieren zu können. Dafür sind wir sehr dankbar.

Der Klimathon ist zwar beendet, die App kann aber weiter genutzt werden. Was erwartet die Nutzerinnen und Nutzer jetzt?

Auch nach dem Klimathon bietet die App regelmäßig neue Themenwochen. Im August stehen beispielsweise Hitzeschutz und Klimafolgenanpassung im Mittelpunkt, im September geht es um das Thema Wasser. Ergänzt wird das Angebot durch Informationen zu Veranstaltungen, Fördermöglichkeiten und weiteren Klimaschutzangeboten aus den sechs Hufeisen-Kommunen. Sie lässt sich weiterhin herunterladen unter 2zero.earth/tools/app .